Oftmals werden die Begriffe Personalmarketing und Employer Branding synonym verwendet, was nur bedingt richtig ist. Personalmarketing umfasst das komplette Marketing, während Employer Branding der eigentliche Aufbau einer Unternehmensmarke beziehungsweise eines Arbeitgeber-Image ist.

Zuallererst stellt sich die Frage: „Wofür braucht man eigentlich ein Personalmarketing?“

Ist es nicht so, dass das Unternehmen eine offene Stelle ausschreibt, über hundert Kandidaten bewerben sich und der Arbeitgeber oder ein Personalberater suchen den geeigneten Mitarbeiter heraus? Das war einmal so. In Zeiten von wirtschaftlicher Hochkonjunktur und Fachkräftemangel müssen Unternehmen um Mitarbeiter ringen. Es gibt zahlreiche Branchen, die Aufträge nicht erfüllen können, weil ihnen schlicht und einfach das Personal fehlt.

Hier wird klar, dass auch Arbeitgeber alles tun müssen, um einerseits ihren Bekanntheitsgrad bei möglichen Mitarbeitern zu steigern und andererseits mit einem positiven Image belegt zu werden. Es geht also darum, als Arbeitgeber so attraktiv wie möglich zu sein.

Im Personalmarketing geht es allerdings nicht nur um das reine Recruiting, sondern auch um den Umgang mit den Mitarbeitern im Unternehmen. Dementsprechend unterscheidet man zwischen externem und internem Personalmarketing.

Externes Personalmarketing

Das externe Personalmarketing richtet sich vor allem an mögliche künftige Mitarbeiter. Das Ziel ist, dass die Bewerber das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber sehen. Dazu bedarf es einerseits, die Bekanntheit zu steigern, andererseits die positiven Merkmale oder das, was das Unternehmen so besonders und einzigartig macht, hervorzuheben. Im Marketing spricht man dabei meist vom USP (unic selling proposition), der allerdings manchmal überschätzt wird.

Im Idealfall ist das externe Personalmarketing wirksam, wenn sich auf ausgeschriebene Positionen eine große Zahl an geeignete Kandidaten bewirbt oder sich auch viele Personen initiativ bewerben. Auf die nicht eingestellten guten Bewerbungen kann das Unternehmen dann bei später vakanten Stellen zurückgreifen.

Internes Personalmarketing

Das interne Personalmarketing zielt darauf ab, dass Mitarbeiter mit ihrem Arbeitgeber zufrieden sind und eine hohe Loyalität und Verbindung zum Unternehmen entwickeln. Dadurch soll einer großen Fluktuation entgegengewirkt werden. Zudem gehört es zum internen Personalmarketing, durch gezielte Aus- und Weiterbildungen einen Personalstamm zu haben, der einerseits den künftigen Anforderungen gewachsen ist, andererseits aber einen, in dem sich Mitarbeiter weitestgehend selbst verwirklichen können.

Ebenso ist es für viele Unternehmen von Vorteil, Nachwuchsführungskräfte aus den eigenen Reihen aufzubauen.

Indem bei Mitarbeitern eine hohe Zufriedenheit und emotionale Bindung zum Unternehmen geschaffen wird, sollen diese künftige offene Stellen auch in ihrem Bekanntenkreis weiterempfehlen.

Für eine gute Mitarbeiterbindung ist es bereits notwendig, ein besonderes Merkmal auf einen guten Einstieg von neuen Mitarbeitern ins Unternehmen zu schaffen. Dazu gehören ein guter Start am ersten Arbeitstag, eine gute Einschulung und entsprechende Perspektiven.